Arnsberger Folkclub

Folk und Weltmusik im Sauerland

Artikel der Westfalenpost Arnsberg vom 04.02.2020   Seite 11

Autorin: Antje Tetzlaff

Arnsberg Auf Einladung des Folkclubs Arnsberg gastierte die Gruppe „An Erminig“ aus dem Saarland mit keltischer Musik aus der Bretagne in der Alten Bibliothek des Klosters Wedinghausen (1170 gegründet). Musik und Veranstaltungsort waren perfekt aufeinander abgestimmt. In dieser Umgebung wirkte diese Musik ganz besonders, denn die vorgetragenen Stücke blicken ebenfalls auf eine lange Geschichte zurück.

Seit der Gründung 1975 besteht „An Erminig“ aus Barbara Gerdes (keltische Harfe, Bombardon-eine Art kleine Oboe, Low Whistle-Flöten in verschiedenen Tonarten, ähnlich der irischen Tinwhistle), Andreas Derow (Gesang, schottischer und galicischer Dudelsack, Geige, Akkordeons, Drehleier) und Hans Martin Derow(Gitarre, irische Bouzouki, Akkordeon und Gesang). Die Übersetzung des Bandnamens heißt Hermelinchen. Dabei handelt es sich um das Wappentier der Bretagne. Ihre fundierten Kenntnisse erwarben die Musiker bei zahlreichen Aufenthalten in der Bretagne. Ergänzt wurden ihre gründlichen Recherchen durch die Teilnahme an vielen Kursen für bretonische Tänze und Workshops bei namhaften Instrumentalisten der bretonischen Musikszene, allen voran Yann-Fanch Kemener. Schon 2012, als es den Arnsberger Folkclub noch nicht gab, gastierten sie in Arnsberg.

Nach diesem Konzert wurde der Arnsberger Folkclub gegründet, die Band war quasi Geburtshelfer. Der Konzertabend vermittelte einen guten Einblick in die bretonische Folklore, da die Bandmitglieder abwechselnd in ihrer Moderation die Inhalte und die musikalischen Besonderheiten der Stücke vorstellten. Gespielt wurden vorwiegend Lieder und Tänze aus allen Regionen der Bretagne, mit dem Schwerpunkt auf die Region um die Stadt Vannes, aus dem spanischen Galizien, aus Schottland sowie selbst komponierte Stücke. Die Musik handelte von außergewöhnlichen Ereignissen und Personen und wurde früher von fahrenden, oft blinden Sängern weitergetragen.

Das aktuelle Programm „Plomadeg“ greift diese Traditionen auf und erzählt in (Tanz-)Liedern und Balladen heitere, bewegende, oft aber auch traurige Begebenheiten uns dem Alltag der bretonischen Landbevölkerung, durchaus aber auch mit aktuellen Bezügen.“Plomadeg“ bedeutet das Abflämmen der Felder, eine Arbeit, die von der gesamten Dorfgemeinschaft übernommen wurde. Anschließend gab es immer ein großes Fest mit viel Essen, Musik und Tanz.

Gekonnt wechselten die Musiker die historischen Instrumente und brachten auch Abwechslung in die Stücke hinein, indem sich das Instrumentalspiel und der dreistimmige A cappella-Gesang abwechselten. Schnell klatschte das Publikum mit und einige Tänze wurden sogar von einer dreiköpfigen Tanzgruppe begleitet.

Heute 10

Insgesamt 30948

Aktuell sind 6 Gäste und keine Mitglieder online

Die nächsten Termine:

Keine Veranstaltungen gefunden